Lasst uns doch Power Pole als Steckverbinder im OV einheitlich einsetzen, hieß es auf der letzten OV-Versammlung. Ein Starterset sollte gekauft werden und die Polarisierung der Steckergehäuse derart sein, wie es ARRL und der DARC empfehlen. Das heißt also rot=rechts und Zunge=oben, wenn man die Litzen in der Hand hält und von dort auf den Eingang der Litzen ins Gehäuse schaut. Vorteil wäre ein einheitliches Stromversorgungssystem bei Notfunkeinsätzen, Fielddays oder auch nur zur Vereinheitlichung der eigenen Funkstation.

Das Steckverbindersystem besitzt geschlechtslose Kontakte, die mit breiter Fläche übereinander geschoben und mittels flacher Stahlfedern im Gehäuse gegeneinander gedrückt werden. Das obere Ende des Kontaktes wird dann durch die Stahlfeder festgehalten und kann mittels eines Auszugswerkzeugs oder im Notfall mittels eines Flachschraubendrehers wieder gelöst werden.

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Es gibt bei der Powerpole Serie PP15-45 drei verschiedene Kontakte, die sich aber nur im Bereich der Aufnahme des Litzenleiters unterscheiden und es gibt auch keinen Isolationscrimpbereich, da die Führung der Litze im Gehäuse erfolgt, das Gehäuse also länger als der Kontakt ist. Eine zusätzliche Führung bzw. Zugentlastung kann aber erfolgen in dem man zusätzlich einen Schrumpfschlauch, ein Wachsband oder einen Kleber anbringt.

Wenn man die Kontaktierung der Litze an den Kontakt durch Lötung vornimmt, braucht man nur zu schauen, ob die Litze in einen der drei Kontaktsorten passt, dass die Lötung am unteren Ende des Kontakts erfolgt und das Lötzinn von dort aus in den Kontaktbereich zieht. Wenn man die Kontaktierung der Litzen an den Kontakten durch Crimpen vornimmt, braucht man eine Crimpzange. Eine gute gasdichte Crimpung, bei der alle Einzeldrätchen der Litze verformt sind ist vorzuziehen, weil beim Löten auch Lötzinn unter die Isolierung der Litze fließt und an deren Ende eine Sollbruchstelle entsteht, was bei Vibrationen zum Ausfall führen kann. (siehe Power Pole Crimpungen)

Die Kontakte mit der Bezeichnung PP15 haben eine Öffnung für die Litze von maximal 1,78mm. Die Kontakte mit der Bezeichnung PP30 haben eine Öffnung für die Litze von maximal 2,54mm. Die Kontakte mit der Bezeichnung PP45 haben zwei offene Crimpflanken, die verpresst werden und sind für den maximalen Querschnitt von 6 qmm gedacht. 15, 30 und 45 sind dabei die ungefähren maximalen Ströme, die die Litzen für den Kontakt aushalten, nicht der maximale Strom für den Kontakt selbst, denn im Kontaktbereich untereinander sind die drei verschiedenen Kontakttypen gleich.

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Bei PP15 und PP30 sind die Crimpflanken vorgerollt (closed barrel), wogegen die Flanken beim PP45 offen sind (open barrel). Alle drei Kontakttypen PP15, PP30 und PP45 passen in ein einheitliches Gehäuse. Es werden Kupferkontakte mit Zinn- oder Silberauflage angeboten. Silber kommt dabei mit bis zu 10.000 Steckzyklen am Besten weg, denn selbst wenn Silber anläuft ist das entstandene Silberoxyd ist leitend.

Die Kontakte heißen #1332 für 15A, #1331 für 30A (closed) und #261G3-LPBK für 45A (open barrel). Die Gehäuse haben eine Art Schwalbenschwanz und lassen sich dadurch ineinander stecken. Kleine Stifte (Retaining Pin #110G16) können zwei Gehäuse fixieren, was aber auch mittels Sekundenkleber (ARRL-Empfehlung) erreicht werden kann. Werden zwei Gehäusepaare miteinander verbunden, kann man ein Retention Clip (#110G68) nehmen.

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Das Material der Gehäuse ist ein Polyamid (Nylon) mit der Brandklasse UL94-V0 (nicht brennbar). Rot (#1327) und schwarz (#1327G6) für 12V sind die Hauptfarben. Weiss (#1327G7) könnte man für andere Spannungen, wie z.B. 24V benutzen oder um zwei nebeneinander zusammengesteckte Paare als Leergehäuse zu trennen.